Der Corso Leopold – Ein Straßenfest mit Möglichkeiten

Zweimal im Jahr findet in München der Corso Leopold statt – natürlich auf der Leopoldstraße, wie der Name schon nahelegt. Dieses große Straßenfest wird regelmäßig von 200.000 – 300.000 Bürgern besucht und bietet neben vielen Firmen und Organisationen auch Parteien die Möglichkeit, sich mit Infoständen und Aktionen zu präsentieren.

Da es in der Zuständigkeit des BA 12 Schwabing-Freimann liegt, wird es traditionsgemäß vom KV München Nord bespielt. Auch die Julis sind regelmäßig mit von der Partie und stellen vor allem die Ansprechpartner für Erstwähler und jüngere Interessierte, die oft viele Fragen haben. Da alle Altersstufen vertreten sind, bildet die Standbesetzung meist einen Querschnitt durch die Bevölkerung – ideale Bedingung dafür, dass die Bürger sich mitgenommen fühlen.

Natürlich sprechen wir auch die Wähler der Zukunft gezielt an: bei schönem Wetter bauen wir eine Hüpfburg auf, die sich stets als Magnet für die Kleinen erwiesen hat. Es ist geradezu eine Kunst, ihnen zu vermitteln, dass sie am Abend abgebaut werden muss. Schon oft haben uns neidische Blicke aus anderen Infoständen getroffen, die kein so attraktives Angebot für Kinder hatten, denn wo die sind, sind natürlich auch ihre Eltern.

Wenn sich der Corso auch als buntes Sammelsurium der verschiedensten politischen und ideellen Strömungen präsentiert, so ist die Auswahl doch keineswegs von Beliebigkeit geprägt. Nicht alle Parteien sind willkommen. So wurde heuer der AfD die Teilnahme mit der Begründung versagt, man wolle nur Parteien mit einem bestimmten Wertekanon vertreten sehen, und den vertrete die AfD nun einmal nicht.

Für die übrigen Parteien ist der Corso als Bühne gar nicht zu überschätzen. Neben dem Neujahrsempfang ist er eindeutig dasjenige Ereignis, das der FDP die größte regelmäßige Aufmerksamkeit beschert. Innerhalb der letzten drei Jahre konnten wir ihn als verlässliches Stimmungsbarometer nutzen, das uns Aufschluss darüber gab, wie die FDP gerade wahrgenommen wurde. Seit unserem Ausscheiden aus den Parlamenten 2013 verzeichnen wir zu unserer Freude einen langsamen, aber stetigen Anstieg der Sympathiewerte, da uns aufgeklärte und kritische Bürger schnell zu vermissen begannen. Die Corso-Termine 2016 sind insofern besonders wichtig, als wir auf den Ergebnissen unserer Begegnungen mit den Bürgern unsere Präsentation im wichtigen Wahljahr 2017 aufbauen können. In diesem werden wohl auch wieder politische Podiumsdiskussionen stattfinden, die unsere Kandidaten (mich selbst eingeschlossen) in der Vergangenheit stets genutzt haben. Kandidaturwillige tun sich also einen Gefallen, wenn sie sich dieses Jahr bereits mit den Problemen der Bürger vertraut machen.

Für alle diejenigen, die zwar gern mitmachen würden, aber insgeheim vielleicht Berührungsängste haben: am Infostand wird auch nur mit Wasser gekocht. Man muss keine Schulung machen, um sich dazu zu stellen; Interesse und Mutterwitz reichen vollkommen. Die Erfahrung kommt dann von selbst. Je mehr Liberale am Infostand zu sehen sind, desto größeren Eindruck macht es, und es macht natürlich auch mehr Spaß. Falls Sie also Zeit und Lust haben – kommen Sie und bleiben Sie, solange Sie wollen!

Natürlich sind spontan Entschlossene gern gesehen. Wenn Sie schon wissen, wann Sie Zeit haben, können Sie sich hier eintragen:

http://doodle.com/poll/gqhc4s8tc5gx4buv


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